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Susanne Göhlich: Bär macht schlapp

„Bär fühlt sich heute schrecklich krank. Er liegt ganz schlapp auf Lenas Bank.“

Ohje! Aber Lena und ihre Kuscheltiere und Spielzeuge umsorgen den schlappen Bären jeder auf seine Weise – und mir nichts, Dir nichts geht es ihm wieder gut.

Susanne Göhlich - Bär macht schlappDieses Buch habe ich in der Bibliothek aufgetrieben, und der Wicht hat sich sofort in das Buch verliebt: Vielleicht wegen der unglaublich niedlichen Zeichnungen und der schönen Details in Lenas Kinderzimmer (an der Wand hängt zum Beispiel ein Bild von Bär, Schwein und Hase als Kopffüßler, offenbar von Lena gemalt).

Vielleicht sind es auch die wirklich schönen Verse, nur zwei pro Seite, die bei uns ein bisschen als Sprungbrett funktionieren: Kaum habe ich sie vorgelesen, erzählt der Wicht ganz aufgeregt, was auf der Doppelseite passiert und wie der Bär nun gerade getröstet wird.

Das ist auch das, was zumindest mir am besten gefällt: Die warmherzige Geschichte. Die Stofftiere zögern nicht, dem Bären ihr letztes Hemd zu überlassen, ihn mit Süßigkeiten zu versorgen oder zu unterhalten. Kein Wunder, dass der Bär bald wieder lachen, dann sitzen und zum Schluss sogar fliegen kann.

Außerdem gefällt mir, dass die einzelnen Seiten schön verbunden sind: Fast immer wird neben dem Tier, das gerade hilft, ein zweites auf den Zustand des Bären aufmerksam, dass dann auf der nächsten Seite in Aktion tritt. Hier zum Beispiel schaut die Ente um die Ecke, die auf der nächsten Seite mit heißer Milch und Honig in der Tür stehen wird.

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In der zweiten Hälfte der Geschichte geht Susanne Göhlich allerdings für meinen Geschmack ein bisschen die Puste, oder vielmehr die Ideen, aus. Als hätte das Buch noch ein bisschen verlängert werden müssen. Trotzdem: Die Idee ist toll, sehr liebevoll umgesetzt und illustriert, und Lenas Kinderzimmer ist ein Ort, an dem der Wicht und ich gerne unsere Zeit verbringen.

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