Jansson-Schicksal wartet beim Friseur - Artikelbild

Pure Entspannung: Anna Jansson – Das Schicksal wartet beim Friseur

Trotz des etwas kitschigen Titels ist dieser Roman von Anna Jansson wirklich sehr charmant: Angelika, Ende 40 und hoffnungslos romantisch, betreibt einen Friseur-Salon. Sie gilt zwar als beste Friseurin der Insel (Gotland, um genau zu sein), aber ihre eigentliche Berufung sieht sie anderswo: In der Partnervermittlung.

Jansson - Das Schicksal wartet beim Friseur - CoverZusammen mit ihrem jungen Kollegen Ricky (hoffnungslos in allen Fragen von Haushalt, Ernährung und Hygiene, aber dennoch ein erstaunlich treuer Verbündeter) nutzt sie ihren „Salon d’Amour“, um dort zarte erste Bande zwischen ihrer Kundschaft zu knüpfen. Nur sie selbst – ist ja klar – ist einsamer als sie sich eingestehen will.

Das ist alles nicht neu – und erinnert mich de facto an ein ganz bestimmtes Buch, das hypercharmante „Mister Alis Hochzeitsagentur für hoffnungslose Fälle“ (das ich unbedingt mal vorstellen muss!). Aber Anna Jansson erzählt mit so viel Frische, dass man das ganz schnell vergisst.

„Das Schicksal wartet beim Friseur“ ist ein perfekter Roman zum Mal-eben-für-fünf-Minuten-die-Welt-vergessen und war deshalb wunderbar kompatibel mit meinem hektischen Alltag. Zumal ich auch nach drei, vier Tagen Liegenlassen ruckzuck wieder drin war. Und, schöner Bonus: Das Buch war so entspannend, dass ich abends unweigerlich eingeschlafen bin, sobald ich es in die Hand genommen habe.

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