Feuerwehrbuch - Lilli von der Feuerwehr - Artikelbild

Perfektes Feuerwehrbuch: Lilli von der Feuerwehr

Endlich haben wir ein Feuerwehrbuch gefunden, das allen Spaß macht – und wichtige Infos vermittelt, ohne den Holzhammer auszupacken.

Lilli von der Feuerwehr - CoverVor einem knappen Dreivierteljahr, der Wicht war noch keine Zwei, gab es in unserer Kita ein großes Feuerwehr-Projekt. Der Wicht hat damals noch im Schlaf „Tatütata“ gemurmelt.
Dann kam der zweite Geburtstag. Wir hatten uns ein Feuerwehrbuch gewünscht, und die große Cousine hat dem Wicht hat ein altes Lieblingsbuch geschenkt: „Lilli von der Feuerwehr“. Ab da war Lilli für bestimmt zwei Monate Gute – Nacht-Pflichtlektüre.
Ich muss sagen, ich hatte dank der langen Feuerwehr-Phase wirklich viele Feuerwehrbücher (zumindest Bilderbücher) in der Hand: in der Bibliothek, beim Kinderarzt und bei jedem Kind, das wir besucht haben. „Lilli bei der Feuerwehr“ gefällt mir mit Abstand am besten.

Feuerwehr-Bilderbuch aus Kinder-Perspektive

Die Geschichte ist nicht wie sonst fast immer aus der Perspektive der Feuerwehrleute erzählt. Das Buch hakt auch nicht pflichtbewusst ab, was die Feuerwehr alles so kann und wie die Ausrüstungs-Gegenstände heißen, sondern erzählt eine richtig schöne Geschichte:
Lilli ist Feuerwehrfan, und wir erfahren auch gleich warum: Beim Einkaufen mit ihrer Mama hat sie ein ausgebranntes Haus gesehen. Mama erzählt daraufhin, wie es dazu gekommen ist, wie gefährlich das war und wie die Feuerwehr alles gelöscht hat. Dann erzählt Autorin Annette Langen (die, die den reiselustigen Hasen Felix erfunden hat), wie Lilli Feuerwehr spielt, hakt dabei doch noch ganz nebenbei noch ein paar andere Aufgaben der Feuerwehr ab (Verkehrsunfall / Katze auf Baum), und schließlich schläft Lilli ein und träumt, natürlich, von der Feuerwehr.
Annette Langen bringt in dieser Geschichte einiges unter: Informationen über die Feuerwehr inklusive Rufnummer. Die ist in den Vorlesetext integriert und prägt sich deshalb gut ein. Sie verschweigt auch nicht, dass ein brennendes Haus  schlimm ist (in manchem Feuerwehrbuch klingt das Ganze doch sehr nach Abenteuer, finde ich). Angst macht „Lilli von der Feuerwehr“ trotzdem nicht. Und einen kleinen, unaufdringlichen Seitenhieb auf Leute, die meinen, Feuerwehr sei nur was für Jungs, gibt’s auch.

Noch mehr Gründe, dieses Buch zu mögen

Dazu kommen die charmanten Illustrationen und vier schöne Wandelseiten. Der Hauptgrund, warum der Wicht und ich uns an diesem Buch nicht satt hören konnten, ist aber der Text. Der hat einen ganz eigenen Rhythmus, fast wie ein Kinderlied, und lädt dazu ein, ihn immer wieder zu lesen. Ein richtiges Lied mit Noten gibt es übrigens auch. Außerdem einen Begleittext für Eltern.
Ihr ahnt es schon: Ich kann „Lilli von der Feuerwehr“ vorbehaltlos empfehlen, und nicht nur Eltern von feuerwehrbegeisterten kleinen Mädchen. Leider wird Lilli beim Coppenrath Verlag nicht mehr aufgelegt (warum, lieber Verlag?). Gebrauchte Exemplare sind aber online erhältlich (wo es die günstigsten gibt, kann man hier nachschauen).

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