Pips - Bilderbuch übers Teilen - kleine Gans

Süßes Bilderbuch übers Teilen: Pips

ab 2 / Eine der niedlichsten Bilderbuch-Figuren aller Zeiten lernt zu teilen.

Pips ist eine kleine Gans. Eine kleine gelbe Gans mit roten Gummistiefeln. Pips trägt sie jeden Tag. Immer.

So beginnt die Geschichte von Pips, der eines Tages seine geliebten roten Gummistiefel vermisst. Er sucht sie überall – und findet sie schließlich an den Füßen einer anderen kleinen Gans. Was nun? Kein Problem: Es wird geteilt.

Liebe auf den ersten Blick

Eigentlich waren wir an dem Tag, an dem wir Pips mit nach Hause gebracht haben, nur in der Buchhandlung, um ein Geschenk zu kaufen. Aber Pips war gut sichtbar am Eingang der Bilderbuchabteilung aufgestellt, und plötzlich hatte sich das Buch irgendwie in unser Körbchen verirrt. Ups.

Einfach, aber mit großer Wirkung

Na gut, die Illustrationen sind halt einfach unwiderstehlich. Pips ist unheimlich niedlich, und das, obwohl er fast immer den gleichen Gesichtsausdruck hat. Vielleicht ja gerade deshalb? Auf jeden Fall ist dem Wicht trotzdem immer ganz klar, wie die kleine Gans sich gerade fühlt.

Pips - Innenseite

Überhaupt erreicht Dunrea mit einfachen Mitteln ganz schön viel. Der größte Teil jeder Seite ist weiß, genau wie auf dem Cover. Oft gibt es nicht mehr zu sehen als die kleine Gans und ein bisschen Gras, in dem vielleicht mal ein kleiner Grashüpfer versteckt ist.

Bilderbuch übers Teilen – ohne erhobenen Zeigefinger

Auch beim Thema Teilen hält Olivier Dunrea sich zurück. Es geht lange nur um Pips‘ Stiefel und die Suche danach. Erst ganz am Ende erzählt Dunrea, wie die andere kleine Gans die Stiefel zurückgibt und sie von da an gemeinsam damit herumlaufen.

Gerade diese letzte Illustration mit den zwei Gänsen, jede mit einem Stiefel, sagt ganz viel: Dass man beim Teilen mehr bekommt als man abgibt, zum Beispiel. Dunrea verlässt sich darauf, dass das Bild für sich spricht (und die Eltern im Zweifel noch einen Satz sagen) und verzichtet auf belehrende Sprüche. Finde ich super.

Schöner Text

Apropos schreiben: Die Texte sind ein weiterer Grund, warum mir dieses Buch so gefällt. Sie sind extrem kurz, auf den meisten Seiten steht nur ein Satz. Dadurch blättert man ziemlich oft um. Durch viele Wortwiederholungen und sich wiederholende Satzstrukturen („Pips sucht überall. Unter dem Stroh – An der Mauer – In der Scheune…“) ergibt sich ein toller Vorleserhythmus, der einfach Spaß macht.

Also?

Pips ist definitiv eins der süßesten Bilderbücher, die ich je gesehen habe, mit tollen Illustrationen und einem Text, der sich fast liest wie ein kleines Gedicht. Definitiv ist es das schönste Bilderbuch übers Teilen, das ich kenne. Kein Wunder, dass Olivier Dunreas kleine Gans in Kinderzimmern überall auf der Welt zu Hause ist und es im englischen Original mittlerweile jede Menge Ableger gibt.

Pips ist übrigens als Geschenk zum zweiten Geburtstag (neben David Mellings „Paulchen“) einer meiner großen Favoriten: Es ist für Jungs und Mädchen egal mit welchem Temperament und welchen Interessen geeignet. Außerdem ist das Buch hierzulande noch ein ziemlicher Geheimtipp. Und als Bonus freuen sich die Eltern des beschenkten Kindes vermutlich gleich mit.

 

 

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